

Von Michael Uhlig
Die Sandbiene andrena cineraria ist schwarz gefärbt und trägt Bänder aus silbergrauen Pelz an Kopf und Brustpanzer. Sie ist etwa 1 bis 1,5 cm lang und schlank, die Männchen sind etwas schlanker und kleiner als die Weibchen.
Die Sandbiene bevorzugt lockere, trockene, offene Böden in regengeschützer und sonniger Lage. Dies kann z.B. ein schmaler Streifen direkt an einer Hauswand sein, der nicht durch Wacken oder Bepflanzung abgedeckt wird oder eine Böschung, an der sich Regenwasser und Feuchtigkeit nicht lange im Boden halten kann. Hier graben sich die Bienen ihre Brutröhren, in die sie ein bis zwei Eier legen und mit ausreichend Nahrung für deren Entwicklung ausstatten. Bei Regen oder wenn die Nester vollendet sind, werden die Eingänge mit Erde verschlossen.
Die Tiere überwintern als fertige Fluginsekten und treten deshalb bereits früh im Jahr (ab März/April) auf. Die Sandbiene ist in ganz Europa verbreitet und bildet an günstigen Standorten Kollonien mit einigen hundert Individuen.
Die Sandbiene wird von der Wespenbiene parasitiert (sog. "Kuckucksbiene"), ist von dieser aber nicht in ihrem Bestand bedroht.
Weiterführender Link: http://www.wildbienen.de/eb-acine.htm

Von Michael Uhlig
Die Holzbiene ist mit einer Länge von bis zu drei cm die größte Bienenart in Deutschland. Sie kommt recht selten und nur in warmen Gegenden vor (z.B. im Rheintal) und wird wegen ihres hummelähnlichen Körperbaus oft für eine Hummel gehalten. Aufgrund der warmen Sommer seit 2003 hat sich diese Bienenart neue Lebensräume in eigentlich kälteren Gegenden erschlossen. Das Bild rechts wurde Ende März 2007 in Weil im Schönbuch aufgenommen, einer Gegend mit im Vergleich zum Rheintal eher kühlem Klima.
Die Holzbiene ist pechschwarz mit einem violetten Schimmer, der vor allem bei den Flügeln stark ausgeprägt ist. Sie überwintert als flugfähiges Insekt und tritt bei milder Witterung ab Ende Februar, sonst ab März vereinzelt auf.
Xylocopa violacea legt ihr Brutnest in bereits zersetzten Baumstämmen an, indem sie ca. 30 cm lange Gänge parallel zur Holzfaser in das morsche Holz bohrt. Hier legt sie ihre bis zu 1,7 cm langen Eier ab und beschickt die einzelnen Brutzellen mit Pollen und Nektar für die Larven. In einer solchen Brutröhre werden mehrere Einzelzellen hintereinander angelegt und jeweils mit einem Deckel aus eingespeichelten Holzfasern voneinander abgetrennt.
Weiterführender Links:
http://www.insektenbox.de/hautfl/blauho.htm
http://www.insektenbox.de/hautfl/blauho2.htm#b4
http://de.wikipedia.org/wiki/Holzbienen

Die Erdbiene Andrena flavipes ist in Deutschland weit verbreitet und bildet als Solitätbiene an geeigneten Standorten Aggregationen von mehreren hundert Individuen. Sie nistet in Erdhöhlen, die sie in trockene Böden bohrt.
Weiterführender Link: http://www.wildbienen.de/eb-aflav.htm
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