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Rähmchen

Zanderrähmchen modifiziert.

Von Michael Uhlig, April 2008

 

Das Rähmchen ist der Teil der Beute, der von den Bienen mit Waben ausgebaut wird. Dies kann von ganz allein passieren, wenn man einen Bienenschwarm in eine Beute einlogiert, in der lediglich diese Rähmchen vorhanden sind. Die Bienen hängen sich dabei zunächst an den Oberträgern mehrerer Rähmchen auf und beginnen unmittelbar damit, Wachswaben herzustellen. Dies kostet die Bienen viel Energie. Der Imker wird den Bienen in der Regel ein wenig dadurch "unter die Flügel greifen", das er Rähmchen in die Beute gibt, in die er sogenannte Mittelwände eingelötet hat. Dies sind dünne Wachsplatten mit einer Wabenprägung, die von den Bienen zu vollständigen Waben ausgebaut werden. Als Variante können auch bereits von anderen Bienen ausgebaute Waben gegeben werden.

 

Tipp für den Neuimker

 

Wenn Sie die Imkerei neu beginnen, sollten Sie ausschließlich geöste Rähmchen mit Hoffmannschenkel und verstärktem und genutetem Oberträger kaufen. Dies gilt auch für die Ersatzbeschaffung. Alles andere ist nicht mehr Stand der Technik und gehört ins Museum. Lassen Sie sich also nicht von einem Altimker für die Entsorgung seiner alten Rähmchen mißbrauchen...

 

Kosten

 

Ein fertig gedrahtetes und geöstes Rähmchen mit Hoffmannschenkel und verstärktem Oberträger kostet ca. 1,10 EUR, unfertig in Teilen ca. 0,70 EUR pro Stück.

 

Die Entwicklung des Zanderrähmchens bis zum aktuellen Stand

 

Bild 1 zeigt ein frühes Zanderrähmchen. Es besteht allseits aus Leisten mit dem gleichen Querschnitt.um den Beespace einhalten zu können wurden Abstandhalter aus Plastik aufgesteckt. Diese gibt es in verschiedenen Farben. Dadurch kann der Imker feststellen, wie alt seine Waben sind: analog des Farbcodes für das markieren von Bienenköniginnen können frische Rähmchen mit Abstandhaltern in den Farben des Bienenjahrs versehen werden.

 

Bild 2 zeigt ein Zanderrähmchen mit verbreiterten Schenkeln. Dazu sind lediglich zusätzliche Hölzchen an die Schenkel geklebt worden. Nachteil dieser Lösung ist, dass dieses Rähmchen nicht gut zwischen zwei benachbarte Rähmchen gehängt werden kann, weil es leicht an seinen Abstandshölzchen hängen bleibt.

 

Bild 3 zeigt ein Zanderrähmchen mit sog. Hoffmannschenkeln. Diese sind unten etwas abgerundet. Dadurch lässt sich das Rähmchen leicht in eine Lücke einführen und man kann es einfach zwischen zwei benachbarte Rähmchen hineindrücken. Das Rähmchen gleitet an den Nachbarrähmchen ab und schafft sich dabei seinen Platz selbst.

 

Bild 4 zeigt ein Zanderrähmchen wie es sich jeder Neuimker von Anfang an kaufen sollte. Es ist ein Zanderrähmchen mit verstärktem Oberträger, der an seiner Unterseite eine Nut hat, in die sich die Mittelwand einführen lässt. Dadurch kann die Mittelwand bei warmem Wetter nicht umkippen, sondern wird gehalten. Der Oberträger ist zudem so verstärkt, dass er genauso breit ist wie eine ausgebaute Wabe. Die Wabe kann deshalb bei der Honigernte auf dieses Maß zurechtgeschnitten werden und außerdem greift der Imker bei der Wabenkontrolle nicht mehr so leicht in die Honigzellen.

 

Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken.

 

Bild 1, Rähmchen mit Abstandhalter
Bild 2, Rähmchen mit verbreiterten Schenkeln
Bild 3, Rähmchen mit Hoffmannschenkeln
Bild 4, Rähmchen mit optimiertem Oberträger und Hoffmannschenkeln

Sonderformen von Rähmchen

 

Neben den oben gezeigten heute üblichen Rähmchen für Zander oder Langstroth sollen zwei Sonderformen nicht unerwähnt bleiben. Es handelt sich dabei um den Zuchtrahmen für Königinnen und um das Drohnenrähmchen.

 

Während es zum Zuchtrahmen keine wirkliche Alternative gibt, kann man für das Drohnenrähmchen auch ein normales Rähmchen verwenden. Man sollte es dann aber ohne die Brutwabe auszuschneiden sofort nach der Entname in einem Dampfwachsschmelzer ausschmelzen. Dies lohnt sich deshalb erst ab ca. 10 Völkern, da der Wachsschmelzer bei seinem Betrieb vollständig befüllt sein sollte.

 

Der Zuchtrahmen wird zur Königinnenzucht verwendet. Bild 2 unten rechts zeigt einen Zuchtrahmen in der Bestückung mit dem Nicot-System. Der Vorteil dieses Systems sind seine praktischen Schlupfkäfige, mit denen sich die verdeckelten Weiselzellen und später die geschlüpften Jungköniginnen schützen lassen. Zudem lässt sich die Einheit als Transport- und Zusetzkäfig verwenden, wenn man den Deckel öffnet und den Käfig mit Futterteig wieder verschließt.

 

 

Bild 1, Drohnenrähmchen, mit Zweiteilung
Bild 2, Zuchtrahmen, mit Nicot-System

 

 

 

 

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