

Aufgrund der Alterstruktur der Imkerschaft ist es weiterhin notwendig, Neuimker für diese wichtige und interessante Aufgabe zu werben.
Der Bezirksimkerverein Böblingen-Sindelfingen engagiert sich hierbei gemeinsam mit benachbarten Vereinen aktiv in der Ausbildung von Neuimkern.
Da ist zunächst der wirtschaftliche Aspekt. Ohne Bienen keine Bestäubung von Blüten und ohne Bestäubung keine Frucht. In manchen Gegenden werden deshalb bis heute Bestäubungsprämien an Imker bezahlt und in Holland gibt es Imker, die sich auf die Bestäubung z.B. von Paprika und anderen Kulturpflanzen in Gewächshäusern spezialisiert haben.
Neben dem wirtschaftlichen Aspekt ist der Naturschutzgedanke von großer Wichtigkeit. Die Honigbiene ist aufgrund der Varroa-Milbe (ein Parasit, der in den 1980er Jahren aus Asien eingeschleppt wurde) in der freien Wildbahn inzwischen nicht mehr überlebensfähig. Darüber hinaus gibt es keine ausreichende Zahl an geeigneten Nistmöglichkeiten für wildlebende Honigbienen.
Aus diesen Gründen ist es für die Arterhaltung und die Sicherstellung einer ausreichenden Bestäubung von Nutzpflanzen und wildlebenden Pflanzen notwendig, dass entsprechend viele Menschen die Imkerei betreiben.
Die Imkerei ist ein vielseitiges und interessantes Hobby, sie kann die Haushaltskasse aufbessern und man kann bei entsprechendem Einsatz auch von ihr leben.
Darüber hinaus wird durch die Imkerei das Verständnis für die Abläufe in der Natur geweckt und man erlebt die Natur und die Jahreszeiten intensiver.
In das Hobby kann die ganze Familie einbezogen werden. Gerade Kinder stehen diesem Hobby sehr aufgeschlossen gegenüber, gibt es doch immer was zu sehen und meistens was zum Naschen.
Die Beschäftigung mit der Imkerei ist abwechslungsreich und regt den Geist an und bietet deshalb einen guten Ausgleich zum oft eintönigen Berufsalltag.
Für den Neuimker ist der Einstieg in die Hobbyimkerei bereits mit 3-5 Völkern geschafft. Vor der Anschaffung der Bienen sollte idealerweise ein Anfängerkurs besucht werden. Dieser beginnt meist im Januar oder Februar und begleitet den Neuimker durch das ganze "Bienenjahr". Hier lernt der Anfänger alle wichtigen Handgriffe sowie rechtliche Grundlagen kennen und kann erste Kontakte zu anderen Imkern knüpfen.
Dadurch lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes viel "Lehrgeld" sparen und die Frage woher bekomme ich eigentlich die Bienen ist rasch beantwortet.
Kostenintensive Anschaffungen wie Honigschleuder oder Melithermgerät können fürs erste noch warten. Diese Geräte kann man sich in der ersten Zeit von seinem Imkerpaten oder über den Imkerverein bei anderen Imkern ausleihen.
Was man allerdings in jedem Fall mitbringen sollte ist:
Derart ausgestattet steht einem erfolgreichen Einstieg in dieses interessante und süße Hobby nichts mehr im Wege.