
Von Michael Uhlig 2008
Aufgrund der hohen Belastung unserer Bienenvölker mit der Varroa-Milbe (ein Brutparasit) wurde es erforderlich, mit einem Drohnenrähmchen zu imkern. Durch die relativ lange Entwicklungszeit der Drohnen von der Larve bis zum flugfähigen Insekt sind die Drohnenlarven besonders anfällig für die Milben. Dadurch sammeln sich überdurchschnittlich viele Milben gerade in der Drohnenbrut an.
Um die Varroabelastung zu senken werden in die Bienenvölker Drohnenrähmchen eingehängt, die von den Bienen innerhalb weniger Tage ausgebaut und mit Drohnenbrut belegt werden. Die Drohnenbrut funktioniert dabei wie ein Milbenfänger. Nachdem die Brut verdeckelt ist, kann das ganze Rähmchen aus dem Volk genommen und eingeschmolzen werden. Auf diese Weise werden gleichzeitig sehr viele Varroamilben aus den Völkern entnommen, was wiederum die Gesundheit des Volkes und seine Überlebenschancen erhöht.
Die Varroamilbe wurde etwa Anfang der 1980er Jahre nach Mitteleuropa eingeschleppt. Unsere einheimische Honigbiene ist durch diesen gefährlichen Brutparasit in der freien Wildbahn nicht mehr überlebensfähig und würde ohne menschliche Hilfe in vermutlich weniger als 10 Jahren aussterben.
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