
Von Michael Uhlig
Der Anfänger benötigt im ersten Jahr zunächst die folgende Grundausstattung:
Darüber hinaus wird eine Anzahl von Komplettbeuten (das sind die Kästen, in denen die Bienen gehalten werden) benötigt. Die Anzahl wird entsprechend der Anzahl der geplanten Völker plus einige Beuten als Reserve gewählt.
Bereits zu Beginn sollte dringend auf die Wahl eines gängigen Beutensystems geachtet werden. Als Beutensystem sollte entweder Langstroth oder Zander 10 gewählt werden und es ist kompromisslos auf die Kompatibilität zu achten. Nicht alle angebotenen Beuten, alte wie neue, sind optimal gebaut. Oft werden Beuten angeboten, bei denen der Bee Space nicht stimmt. Wildbau und damit erhöhter Arbeitsaufwand für den Imker sind bei diesen Beuten die Folgen. Also ruhig einen Zollstock zum Einkauf mitnehmen und einmal nachmessen.
Die Zargen sollten ohne Falz ausgeführt sein und die Beutenböden sollten mit einem Gitterboden und einem separaten herausnehmbaren Diagnosebrett (sog. Windel) ausgestattet sein.
Ein beweglicher, d.h. herausnehmbarer Gitterboden erleichtert überdies die Reinigung der Beute im zeitigen Frühjahr, wenn die Bienen noch nicht selbst mit dem Ausräumen des Wintertotenfalls beginnen konnten und dadurch die Verstopfung des Fluglochs droht. Dadurch wird das Entfernen des Mäusegitters und das herumgestochere mit einem Haken unter der Bienentraube vermieden.
Als Beutenmaterial wird vorzugsweise Nadelholz (Kiefer, Fichte oder Tanne) verwendet. Besonders das Holz der Weymouthkiefer bzw. Strobe (Pinus Strobus) ist gut geeignet, denn es ist deutlich leichter als andere Hölzer. Allerdings ist Strobe weniger haltbar als die bei uns heimischen Nadelhölzer und sollte behandelt werden.
Für die Behandlung der Beuten mit Wetterschutzanstrichen kann normales Bienenwachs verwendet werden, das mit einem Heißluftfön soweit erhitzt wird, dass es mit dem Pinsel verteilt werden kann. Dies ist biologisch vollkommen unbedenklich und garantiert Wetterfest. Alternativ kann auch ein zweimaliger Anstrich mit Leinölfirnis verwendet werden. Beim Kauf sollte allerdings auf die Eignung für Kinderspielzeug geachtet werden (Speichelfest nach DIN EN 71), denn in den Beuten wird später Honig zum Verzehr geerntet, und darin sollten keine Giftstoffe aus irgendwelchen Anstrichen eingedrungen sein. Selbstverständlich dürfen die Beuten nur von außen behandelt werden, innen übernehmen es die Bienen selbst!
Auf den Bildern der Zusammenstellung unten sehen Sie die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände für den Imker.
Zusatzinfo: Man beachte das eigenartig geformte rechteckige Loch im Stockmeisel. Es ist heute im Wesentlichen aus Tradition vorhanden und diente früher zur Öffnung der Verriegelung an einem inzwischen nicht mehr gebräuchlichen Beutentyp.




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