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Experiment: Willst du sehen, wie eine Biene die Welt sieht?

Von Michael Uhlig

 

Menschen und Bienen haben ganz unterschiedliche Augen. Wenn du eine Biene einmal ganz genau betrachtest wirst du bemerken, dass die Augen der Biene eine dunkle Oberfläche haben. Die Oberfläche ist seltsam strukturiert und nicht ganz glatt.

 

Das kommt davon, dass das Bienenauge in Wirklichkeit aus sehr vielen einzelnen Augen besteht, die ganz dicht bei einander stehen und so den Eindruck erwecken, als ob sie nur ein Auge seien. Ein Lebewesen mit einem solchen Facettenauge, so wird das Bienenauge auch genannt, nimmt seine Umgebung anders war als ein Mensch.

 

Wenn du wissen willst, wie eine Biene ihre Umgebung sieht, kannst du dir dazu das Modell eines Facettenauges basteln. Wenn du auf der einen Seite deines Modells hindurchschaust, erhälst du einen Eindruck davon, wie ein Insekt die Welt sieht.

 

Bastelanleitung für ein Facettenauge

 

Für die Herstellung des Modells benötigst du:

  • Schere
  • Kleber
  • Lineal
  • Bleistift
  • ein Blatt Papier in der Größe DIN/A4
Das Blatt in 20 gleich große Flächen aufteilen.

 

Und so wird´s gemacht:

 

Zuerst teilst du das Blatt in 20 gleich große Flächen auf. Dazu zeichnest du in jeder Richtung Linien im jeweils gleichen Abstand ein, etwa so, wie du es auf dem Bild rechts siehst.

 

Damit du alles in gleich große Abschnitte aufteilen kannst, musst du erst einmal die Anzahl der Felder abzählen und dann die Länge der Blattseite durch die Anzahl der Felder Teilen. Dadurch erhälst du die Abstände der Linien, die du zeichnen musst.

Falls du noch nicht so gut in Mathe bist, kannst du das Bild rechts anklicken und du erhälst die Lösung für die Blattaufteilung.

 

An den Ecken packen und kräftig über die Tischkante ziehen.

Nachdem du die 20 Stücke ausgeschnitten hast, musst du sie zu kleinen, spitzen Tüten aufrollen. Dazu fasst du immer zwei gegenüber liegende Ecken eines Papierstücks an und ziehst es dann über einer Tischkante mehrmals hin und her. Dadurch rollt sich das Papier fast von selbst auf.

 

Danach musst du immer eine Längsseite der Papierstücke mit Klebstoff bestreichen. Dazu eignet sich am Besten ein Kleberoller. Es geht aber auch jeder andere Kleber.

 

Jetzt rollst du die Papierstücke vorsichtig auf, sodass kleine spitze, runde Tüten entstehen, und drückst die Seiten mit dem Kleber vorsichtig an den Tüten fest, damit sie sich nicht mehr aufrollen.

 

Die Tüten sollten jetzt etwa so aussehen, wie kleine Schultüten. Die Tüten schneidest du jetzt oben und unten noch gerade ab. Achte dabei darauf, dass danach alle Tüten noch etwa gleich lang sind. Schneide lieber zwei mal ein bisschen ab, als einmal zuviel!

Vorkleben
Aufrollen
Nach dem Aufrollen oben und unten beschneiden.

 

Jetzt ist es soweit: Die einzelnen Tüten werden zusammen geklebt. Dazu klebst du am besten erst einmal zwei Tüten zusammen. Nach dem Trocknen klebst du links und rechts an die beiden Tüten zwei weitere Tüten. Danach klebst du immer eine weitere Tüte zwischen zwei bereits verbundene Tüten, so lange, bis du keine Tüten mehr übrig hast.

 

Das Ergebnis sollte danach so aussehen, wie auf dem Bild unten links. Wenn du jetzt unten durch die Seite mit den kleineren Löcher hindurch siehst, kannst du einen Eindruck davon erhalten, wie eine Biene ihre Umwelt sieht.

 

 

Zuerst die Tüten zusammenkleben...
...dann unten durchschauen.

 

Viel Spaß!

 

 

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