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Herzlich Willkommen im neuen Jahr 2011

Liebe Besucher unserer Homepage

das Jahr 2010 hatte es aus imkerlicher Sicht in sich. Lange Kaltwetterperioden und ein insgesamt eher nasses Jahr sorgten in manchen Gegenden für Schwierigkeiten bei der Königinnenzucht oder beim Honigertrag. Durch die nasse Witterung im Sommer fiel mancherorts die Waldtracht buchstäblich ins Wasser. Der Winter war für unsere Breiten zudem außergewöhnlich schneereich. Ein Umstand, der unseren Bienen allerdings eher wenig ausmachen dürfte. Gleichmäßige Kälte vertragen sie im allgemeinen gut, starke Wechsel zwischen tiefen und milden Temperaturen sind im Winter eher kritisch für die Bienen.

Von Michael Uhlig, Jan. 2011 

Was gibt es neues in unserem Verein?

In diesem Jahr führt unser Verein wieder einen Anfängerkurs für Neuimker durch. Der Kurs wird von unserem Mitglied Oskar Stefani geleitet und orientiert sich stark an der Praxis. Theorie wird nur soviel vermittelt, wie unbedingt notwendig ist - ganz ohne geht es nun einmal nicht.

 

Im Mai führt unser Zuchtwart wieder den Königinnenzuchtkurs durch und Zuchmaterial gibt es an 4 verschiedenen Samstagen auch wieder. Die einzelnen Termine finden Sie links unter der Rubrik "Termine".

 

Auf unserer 1. Monatsversammlung im Jahr 2011 durfte unser Verein wieder eine diesmal erfreulich große Anzahl neuer Vereinsmitglieder begrüßen. Hier zeigt sich inzwischen ein Trend der darauf hinweist, dass zunehmend auch Frauen die Imkerei für sich entdecken. Wir sind gespannt, ob sich dieser erfreuliche Trend auch in diesem Jahr fortsetzen wird.

 

Es grüßt Sie Ihr WEB-Administrator und Schriftführer

Michael Uhlig


 

 

Imkern für Kinder

Gut gerüstet sind die Kleinen voller Eifer bei der Sache.

Von Michael Uhlig, Mai 2011


Am 07.05.2011 fand in Weil im Schönbuch ein Schnupperkurs für die Kleinsten statt.

 

Nach einer kurzen theoretischen Einführung zum richtigen Verhalten am Bienenstand wurden den Kindern die wichtigsten Arbeitsgeräte eines Imkers erklärt. Anschließend durften die kleinen Imker das erste Mal selbst an die Bienen.

 

Das Interesse war sehr groß. Die Kinder interessierten sich vor allem für die dicken Brummer: Drohnen und natürlich die Königin. Sie wollten wissen, warum Schwarmzellen ausgebrochen werden, was passiert, wenn das nicht gemacht wird und wohin ein Schwarm fliegt, wenn er aus dem Stock auszieht.

 

Ein paar Tränen gab es auch, denn jeder richtige Imker wird auch einmal gestochen. Der Schmerz war allerdings schon kurze Zeit später völlig vergessen, als jeder ein Stück Bienenwabe mit Honig naschen durfte.

 

Gut gelaunt ging es nach rund einer Stunde wieder zurück nach Hause.


Anfängerkurs 2011 begonnen

Seminarleiter Oskar Stefani.

 

Am 08. Februar 2011 hat der neue Anfängerkurs des BV-Böblingen-Sindelfingen e.V. begonnen. Geleitet wird dieser Kurs in diesem Jahr von unserem Mitglied Oskar Stefani.

 

Oskar Stefani ist seit über 18 Jahren leidenschaftlicher Imker. Aus seinen Anfängen mit 2 Völkern ist inzwischen eine Hobby-Imkerei mit rund 30 Völkern geworden. Neben der Imkerei ist Oskar Stefani auf dem Gebiet der Apitherapie aktiv. Auch zu diesem Themenkreis hält er Vorträge.

 

Die Grundkenntnisse zu seinem Hobby hat er vor vielen Jahren in einem Kurs an der Uni Hohenheim gelernt. Dieses Wissen und seine praktischen Erfahrungen gibt er in diesem Jahr an die Kursteilnehmer/innen weiter.

 

Begrüßung der Neuimker durch den 1. Vorstand Winfried Zilian aus Magstadt

 

Winfried Zilian, unser erster Vorstand begrüßte die anwesenden Neuimkerinnen und Neuimker im Namen des Vereins ganz herzlich. "Die Imkerei ist ein sehr interessantes und spannendes Hobby. Unser Verein widmet sich seit mehreren Jahren regelmäßig der Nachwuchsförderung und der Neuimkergewinnung, mal in Zusammenarbeit und mal in Eigenregie", so die einleitenden Worte unseres 1. Vorstands.

 

Die anwesenden Kursteilnehmer lud Winfried Zilian deshalb auch dazu ein, in jedem Fall in einen Verein einzutreten. Dies müsse nicht zwangsläufig unser Verein sein, wenn es einen anderen Verein gibt, der günstiger zum Wohnort gelegen ist. Wichtig sei nur, dass man die Möglichkeit nutze, um mit anderen Imkern im regelmäßigen Kontakt zu bleiben. Dies fördere den Wissenstransfer und den Erfahrungsaustausch und bringe somit die Imkerei insgesamt voran, davon ist Winfried Zilian überzeugt.

 

Schriftführer und WEB-Admin Michael Uhlig gab abschließend die Adresse der Vereinshomepage bekannt. Besonders gefreut hat sich Michael Uhlig darüber, dass es unter den rund 20 Neuimkern auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab, die den Weg zu dieser Veranstaltung über das Internetangebot des Vereins gefunden hatten. Dies zeige, dass auch die Vereinshomepage dazu geeignet ist, neue Imker zu gewinnen und diese später mit zusätzlichem Wissen und Informationen zu versorgen.

 

Im Namen unseres Vereins wünschen wir allen Teilnehmern einen erflogreichen Einstieg in ihr sehr interessantes und anspruchsvolles neues Hobby.

 

Winfried Zilian, Michael Uhlig und Oskar Stefani.

 

Unterweisungen am Bienenstand: Termine bitte hier anklicken.

 

 

 


Feuerbrandgefahr bei Obstbäumen und Ziergehölzen

Feuerbrand an Rosentrieb: Charakteristische Veränderung der Rinde und der Triebe.

Von Michael Uhlig, April 2011


Die warme Witterung zusammen mit kühlen Nächten und Taubildung begünstigt zur Zeit die Verbreitung des Feuerbrands an Obst- und Ziergehölzen.

 

Die Symptome sind das teilweise oder vollständige Verdorren der Triebspitzen bis hin zum vollständigen Absterben der gesamten Pflanze.

 

Charakteristisch dabei ist das Aussehen der befallenen Pflanzenteile: Diese sehen wie verbrant aus, was der Krankheit ihren Namen gab. 

 

Die Triebspitzen hängen hakenförmig nach unten, die Rinde der grünen Austriebe sind braun bis schwarz gefärbt und sehen aus, als seien sie mit einer offenen Flamme in Berührung gekommen.

 

 

Überwinterungsherd des Feuerbrands.

Das Spritzmittel neutralisiert sich nach wenigen Stunden durch Reaktion mit dem CO2 der Luft, es entsteht normaler Kalk.

 

Andere Spritzmittel sind häufig fragwürdig in ihrer Anwendung oder Verboten, wie z.B. das Antibiotika Streptomyzin. Dieses Antibiotika wurde auch in der Humanmedizin angewendet. Es ist inzwischen - wie eine Reihe weiterer Antibiotika - durch Resistenzbildung bei Bakterien weitgehend wirkungslos geworden.

 

Die Rückstände des Antibiotikas gelangen über das Obst in den menschlichen Körper und geben dadurch die Resistenz weiter. Das Antibiotika wird dadurch auch für den Einsatz beim Menschen wirkungslos. Dies ist einer der Gründe, warum Antibiotika im Obstanbau praktisch vollständig verboten worden sind.

 

 


Monilia an Aprikosentrieb. Schwach zu erkennen: der Übergang vom kranken (dunkler, eingefallene Rinde) zum gesunden Holz (2.).

Die Krankheit sollte nicht mit Monilia verwechselt werden. Diese ebenfalls gefährliche Krankheit hat einen Pilz als Erreger (Bild rechts), Feuerbrand hat einen bakteriellen Erreger.

Behandlungsmethoden:


Die von Feuerbrand oderr Monilia befallenen Triebe müssen sofort bis deutlich in das gesunde Holz entfernt werden. 


Die Triebe sind über den Müll zu entsorgen oder sollen verbrannt werden. Sie dürfen auf keinen Fall gehäckselt oder kompostiert werden, da sie hochansteckend sind.

 

Überwinterungsherde müssen restlos entfernt werden. Die Bakterien überwintern in krebsartigen Geschwüren an den Pflanzen (Bild unten) und in alten Früchten.

 

 

 

Spritzmittel kann man selbst aus Löschkalk anfertigen. Die Brühe wird auf die betroffenen Pflanzen gespritzt und tötet viele Bakterien, Pilze und Schädlinge ab. Da die Brühe leider auch gegen Nützlinge wirkt, sollte der Einsatz sorgfältig abgewägt werden. Die Spritzung darf wie üblich erst nach Ende des Bienenflugs durchgeführt werden.

 

 

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