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Jetzt beginnt wieder die Schwarmzeit

Von Michael Uhlig, 05-2012

 

Der April 2012 ist seinem Image gerecht geworden. Der Monat war überwiegend kühl und wechselhaft. Dies hat die Bienen allerdings nicht davon abgehalten, im Stillen erste Weiselzellen anzulegen. Pünktlich zum Monatswechsel mit seinen ersten hohen Temperaturen war es dann soweit: die ersten Bienenvölker sind ausgeschwärmt. Das Schwärmen eines Bienenvolks ist ein interessantes und eindrucksvolles Naturschauspiel, das man einmal gesehen haben sollte. Die ganze Umgebung des Bienenstocks ist in Aufruhr und es erhebt sich der Schwarm über dem Bienenstock, sammelt sich zunächst als summende, brummende Wolke über dem Muttervolk um sich wenige Augenblicke später in Bewegung zu setzen in Richtung eines ersten Sammelplatzes ganz in der Nähe. Dort hängt der Schwarm dann zunächst in Form einer Bienentraube. Wird der Schwarm nicht eingefangen, wird er sich in wenigen Minuten oder Stunden erneut in Bewegung setzen, um sich in weiterer Entfernung in eine neue Behausung zu setzen oder sich erneut als Bienentraube an anderer Stelle nieder zu lassen.

 

Sollte sich ein Schwarm in Ihrer Nähe niederlassen, denken Sie bitte daran, einen Imker in Ihrer Nähe anzurufen. Er wird sich, falls es ihm möglich ist, den Bienen annehmen und sie bei Ihnen abholen. Die Bienen sind für Sie harmlos und werden Sie nicht angreifen, denn sie haben kein Nest, dass sie verteidigen würden.

 

Telefonnummern von Imkern finden Sie auf dieser Internetseite oben rechts unter "Imkersuche".


Sind Sie ein Naurfreund? Wir hoffen: "ja".

Mahd einer Löwenzahnwiese bei Volltracht.

Von Michael Uhlig, 04-2010

 

Kaum hat der Löwenzahn mit der Blüte begonnen sind sie wieder da: Eigenartige Lebensformen wie vom anderen Stern. Scheinbar eins mit sich, dem dröhnenden Gerät und dem Wochenrhythmus tauchen sie wie auf ein geheimes Signal plötzlich auf. Meist an den Wochenenden verwandeln sie unschuldig der Sonne entgegenstrebendes Grün samt erstem zarten Blütenfloor und allem was darauf kreucht und fleucht in eine akkurate Grassteppe mit Golfplatzcharakter. Nach der Tat entschwindet das geheimnisvolle Wesen wieder ohne sich weiter um die hinterlassene Fläche zu kümmern. Doch wozu dann der Aufwand? Darüber lässt sich nur spekulieren. Vermutlich entspricht es dem Schönheitsempfinden der Besitzer, wenn der Rasen eher einem grünen Teppich gleicht und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten.

 

Gehen wir einmal von der guten Absicht aus und der Unkenntnis darüber, worin sich Feld und Flur vom heimischen Wohnzimmer unterscheiden, dann ist diese Internetseite ein guter Platz für Aufklärungsarbeit in Sachen Naturschutz. 

 

In der Regel liegt es daran, dass für die Wiesenmahd ungeeignete Mähmaschienen gekauft werden. Ungeeignet deshalb, weil die meisten Mäher nur Gras bis zu einer Höhe von wenigen cm abmähen können. Ein Balkenmäheraufsatz wäre in diesem Fall das richtige Werkzeug für eine Wiese. Diesen gibt es für wenige Euro im Fachhandel und durch seinen Einsatz lässt sich Geld und Zeit sparen.

 

So sieht Naturschutz aus: zahlreiche Blumen in voller Blüte bieten Nahrung für viele Tierarten.

Naturschutz beginnt im Kleinen

 

Unsere Natur wird durch zunehmende Bebauung, Verkehr und Landwirtschaft immer mehr in ihrer Funktion beeinträchtigt und zurückgedrängt. 

 

Die Bienen als Bioindikator zeigen dem Imker an, wie es gerade draußen in der Natur zugeht.

 

Beinahe jedes Jahr findet irgendwo in Deutschland meist unbeachtet von den Medien ein kleines "Rheintal" (=massenhaftes Bienensterben durch unachtsames Ausbringen von Gift in die Umwelt) statt. Meistens sind dies Betriebsunfälle in der Landwirtschaft, der Schaden für die Umgebung und den Imker ist in jedem Fall meßbar vorhanden, wird in der Regel allerdings vom Verursacher nicht wieder gut gemacht und auch nicht wirklich verfolgt. Es dauert bis zu zehn Jahren, bis sich die Gebiete von einem Chemieunfall wieder erholt haben, denn viele Insektenarten benötigen mehrere Jahre, um sich vom Ei bis zum erwachsenen Tier zu entwickeln. Und in manchen Fällen hat sich die Natur durch den Unfall so verändert, dass empfindliche Arten für immer verschwunden bleiben, da ihre ökologische Nische inzwischen verschwunden ist. Entsprechend lange dauert deshalb auch die Regeneration der Populationen.

 

Anders sieht es mit der schleichenden Zerstörung der Umwelt durch das Aufräumen von extensiv genutzten Flächen und Brachflächen aus. Diese wichtigen Flächen sind einziger Überlebensraum für selten gewordene Pflanzen und Tierarten. Von diesen Schäden kann sich die Natur nicht mehr erholen, weil diese Schäden Woche für Woche mit dem Rasenmäher erneuert und aufrecht erhalten werden. Auf diese Weise gelingt es völlig ohne Pestiziteinsatz die Natur verarmen zu lassen und seltene Pflanzen und Tiere auszurotten.

 

Geben Sie der Natur eine Chance, es kostet nichts!

 

Wenn eine Wiese für nichts anderes als für den Anbau von Streuobst genutzt wird, wozu muss sie dann jede Woche gemäht werden? Warum können die Wiesenkräuter nicht erst verblühen, bevor gemäht wird? 

 

Zwei mal im Jahr mähen ist genug, denn es

  • schont den Geldbeutel
  • vermeidet giftige Abgase und reduziert den CO2-Ausstoß
  • gibt seltenen Pflanzen eine Überlebenschance
  • ermöglicht seltenen Tieren eine Existenz

 

Bitte machen Sie mit und zeigen Sie Verantwortungsbewußtsein. Sie können der Natur helfen indem Sie weniger tun und Geld sparen - wo gibt es das schon.

 


Jahreshauptversammlung 2012

Überreichung der Ehrenurkunde für 50 jährige Mitgliedschaft an Heinrich Zenger, mitte. Links: 2. Vorstand Friedrich Jauss, rechts: Zuchtwart Robert Löffler.

Von Michael Uhlig, 03-2012

Am Freitag, 23.03.2012 fand wieder die Jahreshauptversammlung unseres Vereins statt.

In diesem Jahr stand unter anderem die Wahl des 2. Vorsitzenden, des Schrifführers, des Kassiers und des Zuchtwarts auf der Tagesordnung. Alle Amtsinhaber wurden mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Es gab keine Gegenkandidaten, keine Gegenstimmen und keine Stimmenthaltungen.

Ehrungen

 Folgende Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft geehrt:

  • Paul Schanz, 60 Jahre Mitgliedschaft
  • Heinrich Zenger, 50 Jahre Mitgliedschaft
  • Theo Seiffert, Norbert Geiger, Otto Benzinger, jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft.

Der Verein dankt den Mitgliedern für die langjährige Treue und den ehrenamtlichen Einsatz.

Rechenschaftsbericht

Auch in diesem Jahr stand der gesamte Vorstand seinen Mitgliedern Rede und Antwort zu seinen Tätigkeiten. Die Kassenprüfung stellte wie in jedem Jahr eine excellente Buchführung fest und auch der 1. Vorstand, der Zuchtwart sowie der Schrifführer wurden für Ihren Fleiß und Einsatz für den Verein einstimmig von den anwesenden Mitgliedern entlastet.

 


 

 

Winterfuttervorrat beobachten

Futterkasten mit Streckmetallgitter. Das Gitter wurde eingelegt, nachdem die Bienen ertrunken waren. Wie man sieht, geht es also nicht ohne ein solches Gitter. Bitte anklicken zum vergrößern.

Von Michael Uhlig, 03-2012

 

Jetzt im März haben die Bienen damit begonnen, einen Brutbereich anzulegen. Einige Völker stehen auch schon recht ordentlich da. Der Futterverbrauch ist inzwischen ebenfalls starkt angestiegen, aber die Natur bringt noch nicht allzu viel. Somit ist es wichtig, die Futtervorräte einmal zu kontrollieren und notfalls ein wenig nach zu füttern, wenn ein Volk fast auf dem Trocken sitzt.

 

Dies kann entweder durch die Gabe von Futterwaben aus schwächeren Völkern geschehen, oder durch Zufüttern mit Futterteig oder Flüssigfutter.

 

Bei der Verwendung von "gebrauchten" Futterwaben muss der Imker allerdings genau hinschauen: stammen diese aus einem zugrunde gegangenen Volk, muss in jedem Fall überprüft werden, woran das Volk gestorben ist. Im Zweifel sollten solche Waben aus hygienischen Gründen nicht mehr in ein anderes Volk gegeben sondern eingeschmolzen werden. Bei der Entnahme aus schwachen Völkern gilt grundsätzlich das Gleiche: erst sollte eine Krankheit als Ursache für die Schwäche sicher ausgeschlossen sein, bevor Waben umgehängt werden.

Notfütterung mit Futterkasten

Für die Gabe von Flüssigfutter möchte ich heute die Verwendung eines Futterkastens mit Zentralaufstieg vorstellen.

 

Dieser Kasten kann auch im Spätsommer für das Einfüttern verwendet werden, denn er fasst ca. 20 Liter Flüssigfutter. Damit kann ein Volk mit einer Futtergabe komplett eingefüttert werden.

 

Jetzt im Frühling kann damit eine Notfütterung vorgenommen werden, denn der Aufstieg befindet sich immer in der Nähe des Bienensitzes.

 

Damit die Bienen nicht im Futtersaft ertrinken können, wird über den Aufstieg ein Gitter aus Streckmetall gestellt. Dies ermöglicht den Bienen, die ins Futter gefallen sind, den Ausstieg aus dem Futter. Außerdem verhindert das Gitter, dass die Bienen den Futterkasten verbauen und es wird verhindert, dass die Bienen beim Öffnen des Kastens heraus fliegen.

Abdichten des Futtergeschirrs

Zum Abdichten des Holzgeschirrs kann eine zerbrochene Mittelwand verwendet werden. Das Wachs wird mit einem Heißluftfön soweit erhitzt, das es flüssig wird. Danach kann es im heißen Zustand mit einem Pinsel vollflächig verstrichen werden. Ritzen können mit einem weichen Wachsstück regelrecht ausgekittet werden. Ein abschließendes, leichtes erhitzen (das Wachs darf dabei nicht aus den Ritzen herausfließen) garantiert einen festen Verbund des Wachses mit dem Holz.

 

Damit das Streckmetallgitter nicht korrodiert, wurde es ebenfalls mit Wachs versiegelt.

Tip:

Mit dieser Methode lassen sich auch die Beuten von außen dauerhaft und biologisch völlig unbedenklich vor Nässe schützen.


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